| (* 29. September 1758 † 21. Oktober 1805) war ein britischer Admiral, der einige
bemerkenswerte Seesiege errang bzw. daran entscheidenden Anteil hatte:
1797 St. Vincent (vor der Küste Portugals), 1798 Abukir, 1801 Kopenhagen,
1805 Trafalgar. Sein forsches Vorgehen brachte ihm den französischen Spitznamen
"fougueux admiral", ungestümer Admiral, ein. Wegen seiner schmächtigen Statur,
1,65 m groß und 60 kg schwer, nannten ihn die Spanier "Señorito", Herrchen.
Am 14. September 1805 segelte er an Bord der Victory von Portsmouth ab und erreichte am 28. September die englische Flotte vor der spanischen Küste. Er stand damit den französischen und spanischen Flotten gegenüber, die sich vereinigt hatten und im Hafen von Cádiz (Spanien) unter dem Kommando von Admiral Pierre de Villeneuve warteten. Am 21. Oktober 1805 gelang es ihm, die zahlenmäßig überlegene gegnerische Flotte zum Kampf zu stellen. In der sich entwickelnden Schlacht von Trafalgar wandte er die Taktik des Durchbrechens der feindlichen Schiffslinie an und schlug so die napoleonische Flotte vernichtend. Von einer französischen Kugel getroffen, starb er noch am gleichen Tag, nachdem ihm der überwältigende Sieg über die gegnerische Flotte gemeldet wurde. Die vernichtende Niederlage der napoleonischen Flotte führte dazu, dass Frankreich als Seemacht ausgeschaltet wurde und sicherte die Vormachtstellung Großbritanniens auf den Weltmeeren. Die Expansion des kaiserlichen Frankreichs nach Übersee wurde so gestoppt. Seine Leiche wurde nach London überführt, wo er unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit in einem Staatsbegräbnis, das vom 5.-9. Januar 1806 andauerte, in der St. Paul's Kathedrale beigesetzt wurde. |
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Nelson war bekannt dafür, dass er seine Untergebenen mit Ideen inspirierte
und aus ihnen das Beste herausholte: Dies bildete den britischen Ausdruck
"The Nelson Touch". Er war schon zu Lebzeiten eine Berühmtheit, von seinen
Zeitgenossen erreichten nur John Churchill, der erste Herzog von Marlborough,
und Arthur Wellesley, der erste Herzog von Wellington, eine ähnlich große
Berühmtheit.
Nelson hatte entscheidenden Anteil daran, dass die britische Marine in den Koalitionskriegen nahezu nach Belieben die Weltmeere beherrschen konnte. Sein Sieg in der Schlacht von Trafalgar sicherte die britische Überlegenheit zur See und machte eine französische Landung auf den britischen Inseln endgültig undenkbar. Das Vereinigte Königreich, der Hauptgegner Napoleons in den Koalitionskriegen, wurde damit nahezu unangreifbar. Der Trafalgar Square und das darauf befindliche Nelson-Monument sind heutzutage bekannte Punkte Londons. Nelsons Denkmal in Dublin wurde durch einen Terroranschlag gesprengt. Die Victory existiert noch heute. Sie ist das Flaggschiff des zweiten Seelords und ist heute im zweiten Trockendock der Marinebasis von Portsmouth, England, zu bewundern. Da er keine männlichen Nachkommen hatte, wurde seinem Bruder William an seiner statt der Titel Earl Nelson verliehen. |
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M-54-008 200th Anniversary of the Battle of Trafalgar 21. Oct 1805 200. Jahrestag der Schlacht von Trafalgar Sculptor Oleg Bijato Ralf Töpfer |
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Mit dem in Amiens 1802 abgeschlossenen Friedensvertrag war der neun-
jährige Krieg zwischen England und Frankreich beendet. Doch während in
England der Frieden und die aufblühende Wirtschaft gefeiert wurden,
produzierte die französische Rüstungsindustrie stetig weiter. Allein die
Werften hatten den Auftrag pro Jahr 25 Linienschiffe vom Stapel zu lassen.
Den Engländern war klar, dass bei dieser Produktivität in wenigen Jahren die
eigene Seeherrschaft verloren war.
Der Krieg war unausweichlich. Napoleon rüstete auf, war aber mit der Produktion noch weit hinter seinen Zielen zurück.
Jeder weitere Friedensmonat brachte den Korsen seinen Zielen näher. Am 16. Mai 1803 erklärte England den Krieg und
begann die Flotte aufzurüsten.
Am Tag der Kriegserklärung lief ein Verband von Linienschiffen unter dem Kommando von Vizeadmiral Cornwallis aus
um die Blockade der französischen Häfen wieder aufzunehmen.
Am 13. September geht Nelson an Bord der Victory um die Blockade von Cadiz zu unterstützen. Am 25. stand die Flotte
bereits vor Lissabon. Sein Ziel war es nun den französischen Admiral Villeneuve auf See zu locken um ihn endlich
zu vernichten.
Am Morgen des 19. Oktober entschließt sich Villneuve den sicheren Hafen von Cadiz zu verlassen.
Die ersten Schiffe seiner Flotte verlassen den Hafen um die britischen Fregatten auszumanövrieren oder gar zu
vertreiben.Tatsächlich erweist sich der Augenblick als höchst unvorteilhaft, denn eine Flaute durchkreuzt seinen Plan.
Erst gegen Mittag des folgenden Tages ist die gesamte alliierte Flotte auf See.
Um 6:00 Uhr des 21. Oktobers, kurz nach Sonnenaufgang, beginnt sich die englische Flotte zu formieren.
Nelson, an Bord seines Flaggschiffs der Victory, befiehlt 12 Linienschiffe (Weather Column). Die anderen
15 britischen Linienschiffe (Lee Column) unterstehen dem Kommando von Vizeadmiral Cuthbert Collingwood
auf der Royal Sovereign.
Der Schlachtplan war den britischen Kapitänen bereits seit einigen Wochen bekannt und sollte jetzt in die Tat
umgesetzt werden. Die beiden britischen Linien sollten die Schlachtlinie der Franzosen und Spanier durchbrechen.
Dieses riskante Manöver sollte erfolgreich ausgeführt dem Gegner schwere Schäden zufügen. Sollte der Plan aufgehen,
wäre die alliierte Linie an zwei Stellen durchtrennt und die Briten konnten ihre volle Feuerkraft gegen kleine gegnerische
Gruppen einsetzen.
Während des Gefechts gerät die Victory in starke Bedrängnis. Die Besatzung der französischen Redoutable sieht sich
sogar in der Lage Nelsons Schiff zu entern.
Die Victory scheint gerettet, der Enterangriff konnte erfolgreich abgewehrt werden, doch ein Schütze an Bord der
Redoubtable erkennt Nelson an seiner Uniform und feuert
gegen 13:15 einen Schuss auf ihn ab. Gegen alle
Widerstände und Ratschläge hatte Nelson darauf bestanden
in voller Montur, und damit als leicht auszumachendes Ziel,
die Schlacht in vorderster Reihe zu schlagen.
Der an der Schulter getroffene Admiral wird sofort unter
Deck gebracht und Kapitän Thomas Hardy übernimmt
das Kommando auf der Victory
Um 16.15 eilt Hardy unter Deck um dem sterbenden Admiral
die Siegesnachricht mitzuteilen. "I have done my duty. I thank
God for it!", antwortet Nelson. Um 16.30 erliegt Admiral
Horatio Nelson seiner schweren Verletzung. Eine Stunde
später ist die Schlacht mit der Explosion und dem Untergang
der Achille beendet.
Schiffsdeck |
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Backbordseite des Schiffes |
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